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Ein Corporate LLM erschließt freigegebenes Wissen aus Dokumenten, Handbüchern und internen Systemen. Mitarbeitende stellen Fragen in Alltagssprache und erhalten nachvollziehbare Antworten mit Quellen.
Nicht jedes Unternehmen braucht ein eigenes Sprachmodell. Häufig ist die bessere Lösung ein kontrollierter KI-Assistent, der ein geeignetes Basismodell mit Ihren zugelassenen Informationsquellen verbindet. Modell, Datenfluss, Berechtigungen und Qualitätsprüfung werden dabei gemeinsam festgelegt.
Ein Corporate LLM ist ein für den Unternehmenseinsatz eingerichtetes KI-Sprachmodell. In diesem Angebot wird es mit freigegebenen Wissensquellen, Zugriffsregeln und Quellenbelegen zu einem kontrollierten Assistenten verbunden – nicht zwingend als eigenes Modell trainiert.
Findet
relevante Informationen über Systeme und Dateigrenzen hinweg.
Belegt
Antworten mit den tatsächlich verwendeten Quellen.
Beachtet
Rollen, Zugriffsrechte und definierte Wissensgrenzen.
Nachvollziehbar statt magisch
Vom Dokument zur belegten Antwort
Die KI erhält nicht pauschal Zugriff auf alles. Für jede Anfrage werden zuerst Identität und Berechtigungen geprüft, dann passende Inhalte gesucht und erst danach eine Antwort erzeugt.
Beispielanfrage
Welche Freigaben braucht ein neues Kundenangebot?
01Freigegebene Quellen
Richtlinien, Vorlagen, Wiki, DMS oder ausgewählte Fachdaten
02Rechteprüfung
Nutzerrolle und Quelle müssen für diese Anfrage zusammenpassen
03Gezielte Auswahl
Nur relevante Textstellen werden als Kontext bereitgestellt
04Antwort mit Belegen
Ergebnis, Quellenhinweise und sichtbare Unsicherheit
Beispielantwort mit Quellen
Für das Angebot werden Leistungsumfang, Kalkulation und finale Freigabe benötigt. Maßgeblich sind die Vertriebsrichtlinie, der Angebotsprozess und die Freigabematrix.
Informationen liegen in Ordnern, Wikis, Mails und Köpfen verteilt.
Die Suche beginnt oft mit dem passenden Begriff. Zusammenhänge müssen Mitarbeitende selbst herstellen.
Antworten werden kopiert, aber ihre Aktualität und Quelle sind oft unklar.
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Mit Corporate LLM
Fragen können in Alltagssprache gestellt und über mehrere freigegebene Quellen beantwortet werden.
Antworten zeigen Fundstellen, Grenzen und verwendeten Wissensstand.
Rollen und Verantwortlichkeiten bleiben Teil des Informationswegs.
Ein System, konkrete Aufgaben
Wo ein Corporate LLM im Alltag hilft
Der Einstieg beginnt nicht mit möglichst vielen Daten, sondern mit einer klar abgegrenzten Aufgabe, für die Quellen, Verantwortung und Nutzen benannt werden können.
Interne Wissenssuche
Antworten aus Handbüchern, Richtlinien, Projektwissen und dokumentierten Entscheidungen finden.
Service & Support
Mitarbeitende bei wiederkehrenden Fragen unterstützen und passende Anleitungen belegen.
Onboarding
Neue Kolleginnen und Kollegen durch Prozesse, Begriffe und Zuständigkeiten führen.
Angebote & Ausschreibungen
Freigegebene Leistungsbausteine und Nachweise schneller zusammenführen, ohne Freigaben zu umgehen.
Dokumentvergleich
Versionen, Verträge oder Spezifikationen strukturiert gegenüberstellen und Fundstellen anzeigen.
Auswertung & Zusammenfassung
Lange freigegebene Dokumente nach festen Kriterien verdichten und offene Punkte kenntlich machen.
Kontrolle ist Teil der Architektur
Wissen öffnen, Grenzen behalten
Ein Corporate LLM ist nur dann belastbar, wenn Zugriff, Datenverarbeitung und Antwortqualität nicht nachträglich ergänzt, sondern von Anfang an entworfen werden.
Datenfluss
Quellen, Speicherorte, Modellanbieter und Protokollierung werden dokumentiert. Vertrauliche Daten werden nur im vereinbarten Rahmen verarbeitet.
Berechtigungen
Der Assistent darf keine Informationen sichtbar machen, auf die eine Person im Ursprungssystem keinen Zugriff hat.
Qualität
Testfragen, Quellenbelege, Ablehnungsverhalten und menschliche Prüfpunkte machen Fehler messbar und korrigierbar.
Betrieb
Verantwortlichkeiten, Aktualisierung der Wissensbasis und Umgang mit Vorfällen werden vor dem Rollout festgelegt.
Technik allein erzeugt keine Compliance. Datenschutz, Mitbestimmung, Informationssicherheit und gegebenenfalls regulatorische Pflichten müssen für den konkreten Einsatz geprüft werden.
Erst Problem, dann Modell
Wann sich ein Corporate LLM lohnt
Ein Pilot kann sinnvoll sein, wenn …
relevantes Wissen über viele Dokumente oder Systeme verteilt ist.
Mitarbeitende regelmäßig dieselben Informations- und Rechercheaufgaben lösen.
Quellen und Zuständigkeiten benannt werden können.
Antworten schneller werden sollen, ohne Nachvollziehbarkeit und Freigaben aufzugeben.
Ein Pilot ist noch nicht sinnvoll, wenn …
unklar ist, welches konkrete Problem der Assistent lösen soll.
die Wissensbasis veraltet, widersprüchlich oder ohne Verantwortliche ist.
vollautomatische Entscheidungen ohne geeignete Kontrolle erwartet werden.
ein gewöhnlicher Suchindex oder ein klarerer Prozess das Problem einfacher löst.
Die Vorprüfung darf auch mit dem Ergebnis enden, dass eine einfachere Lösung wirtschaftlicher und sicherer ist.
Klein starten, belastbar lernen
Vom Anwendungsfall zum Pilotprojekt
Jede Phase liefert eine prüfbare Entscheidungsgrundlage. Erst wenn Nutzen, Datenzugriff und Qualität zusammenpassen, wird aus dem Pilotprojekt ein produktiver Dienst.
Ich übernehmeSie bringen ein
01
Anwendungsfall
Ich übernehmeZielbild, Nutzergruppe, Grenzen und messbare Erfolgskriterien.
Sie bringen einEine konkrete Aufgabe, Beteiligte und heutige Reibungsverluste.
02
Wissensbasis
Ich übernehmeQuelleninventur, Zugriffsmodell und Bewertung der Datenqualität.
Sie bringen einFreigegebene Beispieldokumente und fachliche Verantwortliche.
03
Prototyp
Ich übernehmeFunktionaler Assistent mit begrenzten Quellen und nachvollziehbaren Antworten.
Sie bringen einTypische Fragen, Gegenbeispiele und zeitnahes Fachfeedback.
04
Evaluation
Ich übernehmeTestset, Qualitätsauswertung, Kostenbild und dokumentierte Risiken.
Sie bringen einFachliche Bewertung und Entscheidung über notwendige Korrekturen.
05
Betrieb
Ich übernehmeProduktionskonzept, Monitoring, Einweisung und geregelte Weiterentwicklung.
Sie bringen einFreigaben, Verantwortlichkeiten und einen verbindlichen Betriebskorridor.
Leistungsumfang
Was der Corporate-LLM-Pilot umfasst
Der genaue Aufbau richtet sich nach Datenlage, Schutzbedarf und vorhandener IT. Diese Bausteine schaffen einen belastbaren Startpunkt.
Anwendungsfall- und Prozessanalyse mit klarer Abgrenzung
Quelleninventur sowie Rollen- und Berechtigungskonzept
Auswahl von Modell, Hosting- und Integrationsansatz
KI-Prototyp, der passende Informationen aus freigegebenen Beispieldaten abruft und seine Quellen nennt (RAG)
Testfragen, Qualitätskriterien und dokumentierte Tests für Fälle, in denen der Assistent keine Antwort geben soll
Kosten-, Risiko- und Betriebseinschätzung für die nächste Ausbaustufe
Übergabe, Einweisung und nachvollziehbare technische Dokumentation
Häufige Fragen
Corporate LLM verständlich erklärt
Müssen wir dafür ein eigenes Sprachmodell trainieren?
Meistens nicht. Für viele Wissensanwendungen reicht ein geeignetes Basismodell, das zur Anfrage passende Inhalte aus einer kontrollierten Wissensbasis erhält. Eigenes Training oder Fine-Tuning ist nur sinnvoll, wenn der konkrete Anwendungsfall es rechtfertigt.
Werden unsere Unternehmensdaten zum Training verwendet?
Das hängt vom gewählten Anbieter, Vertrag und Betriebsmodell ab und darf nicht pauschal angenommen werden. Vor dem Pilot werden Datenfluss, Speicherfristen, Trainingsnutzung und Unterauftragnehmer ausdrücklich geprüft und festgelegt.
Muss das System in unserer eigenen Infrastruktur laufen?
Nicht zwingend. Je nach Schutzbedarf kommen verwaltete Unternehmensangebote, eine private Cloud oder ein stärker isolierter Betrieb infrage. Die Architektur folgt den Daten und Risiken, nicht einem pauschalen On-Premise-Versprechen.
Kann der Assistent bestehende Zugriffsrechte beachten?
Ja, wenn Identitäten, Rollen und Quellrechte technisch sauber verbunden werden. Berechtigungen müssen vor der Suche und Ausgabe durchgesetzt und mit repräsentativen Tests geprüft werden.
Wie wird das Risiko erfundener Antworten reduziert?
Vollständig ausschließen lassen sie sich nicht. Relevante Quellen, Belege, klare Antwortgrenzen, ein gutes Testset und menschliche Prüfung bei folgenreichen Aufgaben reduzieren das Risiko und machen Fehler sichtbar.
Ist ein Corporate LLM automatisch DSGVO- und AI-Act-konform?
Nein. Compliance entsteht aus dem konkreten Zweck, den verwendeten Daten, Verträgen, Schutzmaßnahmen und organisatorischen Regeln. Rechtliche und betriebliche Anforderungen müssen für den tatsächlichen Einsatz geprüft werden.
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